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Kellerablauf: Entwässerung für drinnen und draußen
Ein Kellerablauf wirkt unscheinbar, übernimmt aber eine entscheidende Aufgabe im Gebäude. Er nimmt Wasser im Kellerbereich kontrolliert auf und leitet es in die Entwässerungsanlage. So unterstützt er den Schutz vor Leitungswasserschäden, Reinigungswasser und eindringender Feuchtigkeit aus Nebenräumen oder angeschlossenen Gewerken. [Weiterlesen...]
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Kellerablauf: Entwässerung für drinnen und draußen
Ein Kellerablauf wirkt unscheinbar, übernimmt aber eine entscheidende Aufgabe im Gebäude. Er nimmt Wasser im Kellerbereich kontrolliert auf und leitet es in die Entwässerungsanlage. So unterstützt er den Schutz vor Leitungswasserschäden, Reinigungswasser und eindringender Feuchtigkeit aus Nebenräumen oder angeschlossenen Gewerken.
Was ist ein Kellerablauf und wo kommt er zum Einsatz?
Ein Kellerablauf gehört zur Bodenentwässerung und sitzt in der Regel in der Kellerbodenplatte. Er findet sich häufig in Waschküchen, Heizungsräumen, Hauswirtschaftsräumen, Werkstätten oder in Kellergängen.
Über den Ablauf fließt zum Beispiel Wasser aus Waschmaschinen, Heizungsanlagen, Sicherheitsventilen oder Reinigungsarbeiten ab. Auch bei unerwartetem Wasseraustritt unterstützt der Kellerablauf dabei, die Wassermenge zumindest teilweise kontrolliert abzuführen.
Aufbau eines Kellerablaufs
Ein klassischer Kellerablauf besteht aus einem Ablaufkörper, einem Rost und einem Geruchsverschluss. Der Ablaufkörper sitzt in der Bodenplatte oder im Estrich und verbindet sich mit der Abwasserleitung.
Der Rost bildet die sichtbare Abdeckung auf Bodenniveau und lässt Wasser einströmen, hält aber grobe Verschmutzungen zurück. Der Geruchsverschluss sorgt dafür, dass keine Kanalgase in den Kellerraum gelangen, solange die Sperrwasserhöhe stimmt.
Viele moderne Kellerabläufe besitzen herausnehmbare Einsätze. So kann man Schmutzkorb, Siphon oder Lamelleninsatz für Wartung und Reinigung bequem entnehmen.
Materialwahl: Kunststoff, Guss oder Edelstahl
Kellerabläufe aus Kunststoff eignen sich für zahlreiche Standardanwendungen im Wohnungsbau. Sie zeigen ein geringes Eigengewicht, lassen sich einfach verarbeiten und decken viele Nennweiten ab.
Gussausführungen kommen dort zum Einsatz, wo höhere mechanische Belastungen auftreten. Das betrifft zum Beispiel Bereiche mit gelegentlichen Fahrzeugüberfahrten oder sehr robust genutzten Werkstatträumen.
Edelstahlabläufe bieten korrosionsbeständige Lösungen für anspruchsvollere Umgebungen. Sie kommen eher in gewerblichen oder halböffentlichen Bereichen zum Einsatz, finden sich aber auch im hochwertigen Wohnbau.
Gefälle und Einbauposition richtig planen
Damit ein Kellerablauf zuverlässig funktioniert, braucht der Boden ein leichtes Gefälle zum Ablauf. Planer legen dieses Gefälle in der Estrich- oder Betonschicht an, meist im Promille- oder niedrigen Prozentbereich.
Der Ablauf sollte möglichst an einer Stelle sitzen, an der Wasser realistisch zusammenläuft. Typische Positionen liegen in der Nähe von Waschmaschinen, Heizungsanlagen oder anderen wasserführenden Installationen.
Zudem lohnt ein Blick auf mögliche Wassereintrittsstellen wie Kelleraußentreppen oder Garagenzugänge. Wer solche Bereiche in die Entwässerungsplanung einbezieht, verringert das Risiko von Pfützenbildung und Feuchteschäden.
Rückstau und Kellerablauf: ein wichtiges Thema
In vielen Bestandsgebäuden führt der Kellerablauf direkt ins öffentliche Kanalnetz. Steigt der Wasserspiegel dort bei Starkregen, besteht theoretisch Rückstaugefahr.
Ein Rückstauverschluss schützt in solchen Fällen den Keller vor eindringendem Abwasser. Planer entscheiden je nach Gebäudehöhe, Kanalanschlusshöhe und örtlichen Vorschriften, welche Rückstauebene gilt.
Man unterscheidet zwischen freien Abläufen und solchen mit integrierter Rückstauklappe oder Hebeanlage. Eine Hebeanlage pumpt Abwasser über die Rückstauebene und trennt so Kellerbereich und Kanal bei Rückstauereignissen.
Reinigung und Wartung des Kellerablaufs
Ein Kellerablauf funktioniert nur dann dauerhaft zuverlässig, wenn man ihn regelmäßig kontrolliert. Schmutz, Haare, Flusen und kleinere Fremdkörper sammeln sich mit der Zeit im Schmutzfang oder im Geruchsverschluss.
In der Praxis lohnt ein kurzer Kontrollblick bei jeder größeren Reinigungsaktion im Keller. Man hebt den Rost an, entnimmt den Einsatz und spült Schmutzreste mit Wasser und gegebenenfalls milden Reinigern ab.
Wichtig ist, nach der Reinigung die Sperrwasserhöhe wiederherzustellen. Fehlt Wasser im Geruchsverschluss, entstehen Gerüche aus der angeschlossenen Abwasserleitung.
Kellerablauf bei Sanierung und Modernisierung
Wer einen älteren Keller saniert, findet oft einfache Abläufe ohne Rückstauschutz oder mit korrodierten Bauteilen. In solchen Fällen lohnt die Prüfung, ob ein Austausch gegen einen modernen Ablaufkörper sinnvoll erscheint.
Im Zuge von Estricharbeiten oder Bodenbelagserneuerungen bietet sich ein Zugang zum Ablaufbereich. Planer können dann gleich Bodenaufbau, Abdichtungsebene, Gefälle und Ablauftechnik aufeinander abstimmen.
Auch der Umstieg auf neue Heiztechnik oder zusätzliche Haushaltsgeräte beeinflusst die Entwässerung. Wer etwa eine Entkalkungsanlage, Wärmepumpe oder zusätzliche Waschmaschine integriert, sollte die hydraulische Belastung des Kellerablaufs berücksichtigen.
Kellerablauf und Abdichtung des Kellers
Der Übergang zwischen Kellerablauf und Abdichtungsebene zählt zu den kritischen Punkten im Kellerbau. Planer berücksichtigen hier die geltenden Abdichtungsnormen und verwenden passende Dichtmanschetten oder Flanschsysteme.
Wassereinwirkungsklassen, Bodenfeuchte und drückendes Wasser beeinflussen den Abdichtungsaufbau. Je nach System binden Fachbetriebe den Kellerablauf unmittelbar in die Flächenabdichtung ein.
Besonders bei Neubauten mit hochwertigen Bodenbeschichtungen lohnt eine sorgfältige Detailplanung. So bleiben Anschlussbereiche dauerhaft dicht, auch wenn der Ablauf regelmäßig Wasser aufnimmt.
FAQ zum Kellerablauf
Brauche ich im Keller unbedingt einen Ablauf?
Ein Kellerablauf ist nicht in jedem Raum Pflicht, bietet aber in vielen Technik- und Waschräumen deutliche Vorteile. Er unterstützt die Ableitung von Reinigungswasser, Tropfwasser und unerwartetem Leitungswasser.
Wie oft sollte ich meinen Kellerablauf reinigen?
Ein Blick alle paar Monate reicht in vielen Haushalten aus, bei starker Nutzung auch häufiger. Sobald Wasser langsamer abläuft oder Gerüche auftreten, steht eine Reinigung an.
Schützt ein Kellerablauf vor Hochwasser?
Ein Kellerablauf allein bietet keinen Hochwasserschutz. Bei Rückstaugefahr oder Hochwasserereignissen braucht es abgestimmte Rückstaumaßnahmen und bauliche Schutzkonzepte.
Kann ich einen Kellerablauf nachrüsten?
Eine Nachrüstung erfordert meist Arbeiten an Bodenplatte, Estrich und Entwässerungsleitungen. Ob sich das lohnt, hängt vom baulichen Zustand, der Nutzung des Kellers und den vorhandenen Leitungswegen ab.





















