Hauseinführung: sichere Verbindung zwischen Versorgung und Gebäude

Hauseinführungen

Eine Hauseinführung ist ein wichtiges Bauteil im modernen Bauwesen: Sie sorgt dafür, dass Strom-, Wasser-, Gas-, Fernwärme- oder Telekommunikationsleitungen auf sicherem Weg ins Gebäude geführt werden. Dabei ist sie mehr als nur ein einfaches Loch in der Wand: denn sie bildet die funktionale und technisch anspruchsvolle Schnittstelle zwischen dem öffentlichen Versorgungsnetz und dem Hausanschlussraum im Gebäudeinneren. [Weiterlesen...]


Hauseinführung: sichere Verbindung zwischen Versorgung und Gebäude

Eine Hauseinführung ist ein wichtiges Bauteil im modernen Bauwesen: Sie sorgt dafür, dass Strom-, Wasser-, Gas-, Fernwärme- oder Telekommunikationsleitungen auf sicherem Weg ins Gebäude geführt werden. Dabei ist sie mehr als nur ein einfaches Loch in der Wand: denn sie bildet die funktionale und technisch anspruchsvolle Schnittstelle zwischen dem öffentlichen Versorgungsnetz und dem Hausanschlussraum im Gebäudeinneren.

Hauseinführungen spielen insbesondere im Neubau, bei Sanierungen und bei technischen Nachrüstungen eine große Rolle, denn sie müssen nicht nur mechanisch stabil sein, sondern auch absolut gas- und wasserdicht ausgeführt werden. Andernfalls kann Feuchtigkeit eindringen oder Leitungen könnten langfristig beschädigt werden, was zu schwerwiegenden Bauschäden führen kann.

Was versteht man unter einer Hauseinführung?

Unter einer Hauseinführung versteht man die Durchführungsstelle eines oder mehrerer Medienleitungen durch eine Außenwand oder die Bodenplatte eines Gebäudes. Dazu gehören Leitungen für Trinkwasser, Strom, Gas, Fernwärme oder Telekommunikation. Sie zählen zum Hausanschluss und bilden den Übergabepunkt zwischen der Versorgung außerhalb und dem Verteilnetz im Gebäude.

Hauseinführungen werden in Deutschland überwiegend als Mauerdurchführungen unterhalb der Geländeoberfläche geplant, um sie bestmöglich vor Umwelteinflüssen zu schützen. Bei Gebäuden ohne Keller erfolgt die Durchführung durch die Bodenplatte. In jedem Fall muss die Stelle dauerhaft gegen Wasser, Gas und andere Einflüsse abgedichtet werden.

Wie funktionieren Hauseinführungen – und welche Varianten gibt es?

Bei der klassischen Hauseinführung wird jedes Rohr einzeln durch eine speziell vorbereitete Wandöffnung geführt und dort abgedichtet. Alternativ gibt es sogenannte Mehrspartenhauseinführungen, bei denen mehrere Medienleitungen gemeinsam durch ein kompaktes Systemelement geführt werden.

Mehrspartenhauseinführungen sind besonders platzsparend, da sie Versorgungsleitungen für Strom, Wasser, Gas, Fernwärme und Telekommunikation gebündelt durch einen einzigen Durchlass in das Gebäude führen. Diese modularen Systemlösungen ermöglichen zudem den Aufbau eines Leerrohrsystems, das spätere Nachrüstungen vereinfacht und Platz für zusätzliche Medien lässt.

Zusätzlich unterscheidet man zwischen Trocken- und Nasseinbau:

  • Beim Trocken­einbau wird die Hauseinführung lösbar mit Gummidichtelementen und Pressungen abgedichtet.
  • Beim Nasseinbau wird sie mit aushärtenden Vergussmaterialien fest in die Bauteilöffnung eingebunden.

Beide Varianten haben ihre Berechtigung. Doch die endgültige Entscheidung hängt vom jeweiligen Bauvorhaben und der gewünschten Flexibilität ab.

Wozu dient eine fachgerechte Abdichtung?

Die Abdichtung von Hauseinführungen gehört zu den sensibelsten Punkten der Gebäudehülle: Sie soll verhindern, dass Bodenfeuchte, Grundwasser oder Gas ins Gebäude eindringen und gleichzeitig die Versorgungsleitungen sicher umschließen.

Bautechnisch wird hierbei darauf geachtet, dass die Hauseinführung den Normen und Vorschriften entspricht. In Deutschland darf sie keine Schwachstelle in der Gebäudeabdichtung darstellen und muss entsprechend der geforderten Wassereinwirkungsklasse robust ausgeführt werden.

Systemlösungen mit zertifizierten Dichteinsätzen, geprüften Dichtheitselementen und werkseitig geprüften Dichtungen erleichtern die fachgerechte Montage. Und sorgen außerdem dafür, dass gas- und wasserdichte Bedingungen dauerhaft gewährleistet sind. Besonders bei Gebäuden mit Keller muss die Hauseinführung sauber in die Kellerabdichtungen eingebunden werden, damit keine Schwachstellen in erdberührten Bauteilen entstehen.

Damit im Anschlussbereich keine Wärmebrücken entstehen, wird die Leitungsführung häufig auch mit passenden Dämmstoffen ergänzt, insbesondere rund um Technikräume und Durchdringungen.

Welche Einsatzbereiche gibt es für Hauseinführungen?

Hauseinführungen werden bei praktisch jedem Gebäude eingesetzt, das an ein Versorgungsnetz angeschlossen wird. Typische Einsatzbereiche sind:

  • Gas-, Wasser- und Stromversorgung: sichere Einführung der Medienleitungen ins Gebäudeinneren.
  • Fernwärme: Verbindung zwischen Netz und Heizanlage.
  • Telekommunikation: Glasfaser, Telefon oder TV-Kabel hygienisch und geschützt einführen.
  • Modernisierungen und Nachrüstungen: Erweiterung bestehender Systeme oder Austausch alter Leitungen ohne langwierige Grabungsarbeiten.

Gerade bei späteren Installationen, etwa der Nachrüstung von Glasfaserkabeln oder E-Mobilitätsladestationen, erleichtern durchdachte Hauseinführungssysteme die Arbeit und reduzieren Aufwand und Kosten.

Wie wird eine Hauseinführung geplant und installiert?

Die Planung einer Hauseinführung beginnt am besten schon in der frühen Bauphase. Bauherren, Architekten oder Fachplaner legen fest, wo die Leitungen ins Gebäude geführt werden sollen und welche Medien berücksichtigt werden müssen. Bei Mehrspartenhauseinführungen wird oft ein Leerrohrsystem vorgesehen, um später zusätzliche Leitungen ohne erneute Kernbohrung einziehen zu können.

Der Einbau erfolgt über eine vorbereitete Wand- oder Bodenöffnung, in die das Hauseinführungssystem eingesetzt wird. Anschließend wird es fachgerecht abgedichtet, sodass es den Anforderungen an Gas- und Wasserdichtigkeit entspricht. Je nach Produkt und Einbausituation kommen Elastomere, Pressdichtungen oder Vergussmaterialien zum Einsatz.

Wichtig ist, dass die Hauseinführung mechanisch stabil sitzt und die Abdichtung bis in die angrenzenden Abdichtungsbahnen des Bauwerks übergeht. Nur so lässt sich vermeiden, dass Feuchtigkeit oder Gas an den Leitungsdurchführungen ins Gebäude eindringen.

Was sind die Vorteile einer Mehrsparten-Hauseinführung?

Eine Mehrspartenlösung bietet gleich mehrere Vorteile:

  • Sie bündelt mehrere Medienleitungen in einem kompakten Durchlass und spart Platz an der Gebäudeseite.
  • Leerrohre und Erweiterungsoptionen ermöglichen spätere Nachrüstungen.
  • Platzsparende, saubere Installation mit geringerem Bauaufwand.

Gerade bei Neubauten oder bei Gebäuden ohne Keller, wo Leitungen oft durch die Bodenplatte geführt werden, sind Mehrspartenhauseinführungen technisch und wirtschaftlich sinnvoll.

Welche Unterschiede gibt es zu klassischen Durchführungen?

Die klassische Einspartenhauseinführung führt lediglich ein einzelnes Rohr – etwa die Trinkwasserleitung – durch die Außenwand. Mehrspartenhauseinführungen hingegen integrieren mehrere Leitungen in ein Systemelement.

Einspartenlösungen sind einfach und flexibel, wenn nur wenige Medien angeschlossen werden müssen. Für Häuser mit komplexeren Anforderungen, die mehrere Versorgungsleitungen bündeln oder später erweitern möchten, bieten Mehrspartenlösungen jedoch deutliche Vorteile.

Welche Normen und Anforderungen gelten?

Da Hauseinführungen Teil des Hausanschlusses sind, unterliegen sie strengen technischen Anforderungen. Sie müssen den einschlägigen Normen und Vorschriften entsprechen, etwa gas- und wasserdicht ausgeführt sein und die Anforderungen an Bauwerksabdichtungen erfüllen.

In Deutschland sind hierfür unter anderem die DIN-Normen relevant, die nicht nur die Abdichtung, sondern auch die Einbauarten regeln. Eine fachgerechte Hauseinführung darf keine Schwachstelle in der Gebäudehülle darstellen, sondern muss technisch und dauerhaft zuverlässig funktionieren.

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